In Russland werden derzeit mehrere große Windkraft-Projekte vorbereitet. Im Gebiet Orenburg sollen drei Windparks mit insgesamt 150 Megawatt Leistung entstehen, und in Kalmückien scheint es sogar Windpark-Pläne im Gigawatt-Bereich zu geben. 12/04/2011

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Windrad_grossEin kleines Windrad versorgt ein abgelegenes Wohnhaus bei St. Petersburg. Foto: Stefan Schroeter


Wie das russische Internetportal expert.ru berichtet, wollen die Gebietsregierung Orenburg und der Investor Ventrus in den nächsten sieben bis zehn Jahren insgesamt 250 Mio. Euro in die drei Windparks investieren. Dabei sollen Windräder mit 2 bis 3,5 MW Spitzenleistung errichtet werden. Der produzierte Strom soll auf dem Großmarkt verkauft werden, wo die Investoren in den kommenden Jahren einen starken Preisanstieg erwarten.


Dem Bericht zufolge ist das bisher erfolgreichste Windkraft-Projekt Russlands ein Anlagenpark mit 5 MW in der Ostsee-Exklave Kaliningrad. Er wurde 2002 von dänischen Investoren errichtet.

Als landesweit ambitioniertestes Windkraft-Projekt bezeichnet expert.ru einen 2010 angekündigten Bau von Anlagen mit insgesamt 9 Gigawatt in Kalmückien. Dafür sollten Investoren aus Dänemark, Deutschland und der Schweiz gewonnen werden. Die staatliche Wasserkraft-Gesellschaft Rusgidro wolle gemeinsam mit der ebenfalls staatlichen Holding Rostechnologija im Wolgograder Gebiet Windparks mit insgesamt 1 GW bauen.

Für die Montage der benötigten Windturbinen planen Rusgidro und Rostechnologija ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem deutschen Konzern Siemens. Es soll auch Vertrieb und Service von Windrädern des deutschen Konzerns in Russland und anderen Staaten übernehmen. Siemens zufolge plant Russland bis 2020 eine Windkraftleistung von rund 5 GW. In den nächsten fünf Jahren will der Konzern Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 250 bis 500 MW installieren.

Der deutsche Konzern ist bei der Modernisierung der russischen Energiewirtschaft seit Jahren gut im Geschäft und baut zunehmend Fertigungsstätten auf. So sollen künftig Transformatoren in Woronesch montiert werden. Mit dem russischen Partner Iskra-Avigaz will Siemens in Perm Verdichter für Gaspipelines bauen.

Einen ausfuehrlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie hier.







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