Ein Wiener Unternehmen installiert seit drei Jahren Solarparks im sonnenreichen Süden des Landes. Die größte Anlage steht auf der Halbinsel Krim.


Der Solarpark Perowe auf der Halbinsel Krim ist das bisher größte Projekt. Foto: Activ Solar


Das Wiener Fotovoltaik-Unternehmen Activ Solar hat seit Jahresanfang drei große Solarparks in der Ukraine in Betrieb genommen. Sie verfügen insgesamt über eine installierte Spitzenleistung von 127,5 Megawatt Peak und sollen jährlich 169 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Da die Anlagen vor dem 1. April in Betrieb genommen wurden, wird der produzierte Solarstrom noch mit dem bis dahin gültigen Einspeisetarif von umgerechnet 46 Eurocent je kWh vergütet. Wie Activ Solar weiter mitteilte, wurde der Einspeisetarif danach auf 33 Ct/kWh abgesenkt. Beide Tarife seien bis 2030 gesichert.

Zwei der Solarparks, Prioserne mit 54,8 MWp und Liman mit 43,4 MWp, befinden sich im Südwesten der ukrainischen Region Odessa, an der sonnenreichen Schwarzmeerküste. Um sie zu errichten, wurden ehemalige illegale Mülldeponien gesäubert und für den neuen Zweck aufbereitet. Der dritte Solarpark Wosnessensk liegt weiter im Landesinneren, im Gebiet Mykolajiw. Bei allen drei Anlagen wurden multikristalline Solarmodule verbaut.

Activ Solar hatte im Jahr 2010 seinen ersten Solarpark in der Ukraine errichtet: eine Anlage mit 2,5 MWp auf der Halbinsel Krim. Seitdem baute das Unternehmen mehrere weitere Sonnenkraftwerke mit teilweise deutlich größerer Leistung, darunter den Solarpark Perowe mit 106 MWp, ebenfalls auf der Krim. Insgesamt hat das Wiener Unternehmen inzwischen Fotovoltaikanlagen mit insgesamt 420 MWp in Betrieb genommen.

Im ukrainischen Saporischja betreiben die Österreicher außerdem seit 2010 ein Halbleiterwerk, das jährlich bis zu 10.000 Tonnen Polysilizium produzieren kann. Polysilizium ist der Ausgangsstoff für multikristalline Solarmodule. Ob das in Saporischja produzierte Polysilizium auch in den von Activ Solar verbauten Solarmodulen enthalten ist, war nicht zu erfahren. Das Halbleiterwerk, das bereits seit 1964 Silizium herstellt, war 2002 aus dem Verbund mit einem Titan- und Magnesiumwerk herausgelöst und sechs Jahre später an das Wiener Unternehmen verkauft worden. Danach folgte eine Modernisierung.