Wer schon mal den Stromverbrauch seines Personalcomputers gemessen hat, wird diesen Wert beim Kauf des Nachfolgers sicher im Blick behalten wollen. Doch den meisten Herstellern ist es kaum eine Erwähnung wert, wieviel Strom ihre Rechenknechte konsumieren. 09/2008

Computer großDa wagt man kaum noch, sich beim Betriebssystem vom Supermonopol Microsoft lösen zu wollen. Denn Apple ist unter Stromspar-Gesichtpunkten keine Alternative – der Design-Pionier meldet lediglich die maximale Leistungsaufnahme seiner schicken iMacs. Ähnlich treten Linux-Vorreiter Dell und Windows-Traditionalist Hewlett-Packard auf.

Fujitsu-Siemens und Lenovo liefern zwar nur Windows-PC, werben aber mit deren Umwelteigenschaften und zeigen im Internet die Datenblätter stromsparender Geräte. Leider sind die wohl nur für wenige Computerelektroniker wirklich informativ. Da fehlt ein einfacher Energieverbrauchs-Standard für Personalcomputer, wie er für Autos selbstverständlich ist.

 

Erstaunlicherweise gibt es die Computer von Fujitsu-Siemens, die den wenigsten Strom verbrauchen, nicht im Onlineshop des Unternehmens. So endet der Hindernislauf erst bei einem lokalen Partner des Herstellers. Nachdem der Rechner geliefert und die Software installiert ist, folgt die angenehme Überraschung: Nicht nur das vorinstallierte Windows Vista läuft zunächst einwandfrei, sondern auch das selbst aufgespielte Linux. Und der Stromverbrauch??? Die erste Messung ergibt: Er ist deutlich geringer als beim alten Gerät!