Hintergrund-Berichte zu Braunkohle


Braunkohle ist in Ostdeutschland und in vielen anderen Regionen Mittel- und Osteuropas traditionell ein wichtiger heimischer Energieträger. In Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt wird er in Tagebauen abgebaut und meist in grubennahen Großkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt. Außerdem dient er, mitunter aufbereitet zu Braunkohlestaub, in städtischen und industriellen Heizkraftwerken und Heizwerken zur Strom- und Wärmeversorgung.

Braunkohle kann in sogenannten Polygenerations-Anlagen genutzt werden, um neben Strom und Wärme auch synthetische Energieträger und Vorprodukte
für die Chemieindustrie zu produzieren. Diese Technik wurde in Deutschland entwickelt, wird aber bisher nur im Ausland angewendet. 

Die Förderung von Braunkohle ist mit starken Eingriffen in die Landschaft und mit Heimatverlusten für die regionale Bevölkerung verbunden. Mitunter geraten auch überregional bedeutsame Kulturstätten in Gefahr. Außerdem werden vor allem bei der Stromproduktion in Großkraftwerken große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid und des giftigen Schwermetalls Quecksilber freigesetzt.

Da Rohbraunkohle einen vergleichsweise geringen Energieinhalt hat und zur Hälfte aus Wasser
besteht, gilt ihr Transport über größere Entfernungen als unwirtschaftlich und umweltschädlich. Dennoch werden neuerdings wieder Langstrecken-Transporte praktiziert.

  • Vattenfalls Ingenieure wechseln nach Luxemburg

    Vattenfalls Ingenieure wechseln nach Luxemburg

    Der Energiekonzern trennt sich von seiner Vetschauer Ingenieursgesellschaft VPC. Der Verkauf an die Beteiligungsgesellschaft Palero Invest soll den Beschäftigten ein „Höchstmaß an Sicherheit“ bieten – doch eine Arbeitsplatz-Garantie gibt es nicht.

  • Neuer Kraftwerksblock spart Braunkohle

    Neuer Kraftwerksblock spart Braunkohle

    Der Energiekonzern Vattenfall hatte im Oktober 2012 einen neuen Block im Braunkohlekraftwerk Boxberg in Betrieb genommen. Im ersten Jahr Dauerbetrieb hat er den prognostizierten Wirkungsgrad erreicht, die früheren Stahlprobleme waren nicht spürbar.

  • Von Sachsens Braunkohle zur Sonne Kaliforniens

    Von Sachsens Braunkohle zur Sonne Kaliforniens

    Der US-amerikanische Energiekonzern NRG ist hierzulande vor allem als Investor der Braunkohlewirtschaft bekannt. Inzwischen entwickelt er auch erneuerbare Energien und betreibt nun sogar das größte solarthermische Kraftwerk der Welt.

  • Kritik an EEG-Entlastung für Braunkohle-Tagebaue

    Kritik an EEG-Entlastung für Braunkohle-Tagebaue

    Zunehmende Privilegien für Strom-Großverbraucher haben die Ökostrom-Umlage für alle anderen Verbraucher verteuert. Als besonders aberwitzigen Fall bezeichnet die Deutsche Umwelthilfe, dass auch Vattenfalls Braunkohle-Tagebaue mit hohen Summen bevorteilt  werden.

  • Kohlendioxid aus Rauchgas und Umgebungsluft

    Kohlendioxid aus Rauchgas und Umgebungsluft

    Cottbuser Wissenschaftler arbeiten daran, CO2-haltiges Rauchgas aus Kraftwerken für die Produktion von synthetischem Erdgas zu nutzen. Ein Schweizer Unternehmen gewinnt das Treibhausgas aus der Luft, um es als Rohstoff verkaufen zu können.

  • Tschechischer Konzern stärkt sich mit deutscher Braunkohle

    Der tschechische Energie- und Industriekonzern EPH hat beim ostdeutschen Bergbauunternehmen Mibrag eine Übernahmepraxis demonstriert, wie sie von kurzfristig orientierten Finanzinvestoren bekannt ist. Zuletzt hat EPH über Mibrag das Braunkohlekraftwerk Buschhaus übernommen, und weitere Übernahmen sind durchaus denkbar.

  • Mibrag expandiert ins Helmstedter Revier

    Mibrag expandiert ins Helmstedter Revier

    Das Braunkohlekraftwerk Buschhaus sollte eigentlich 2017 stillgelegt werden, wenn der zugehörige Tagebau Schöningen ausläuft. Mibrag übernimmt nun beides und will das Kraftwerk künftig mit Profener Kohle betreiben.

  • Mibrags undurchsichtige Gesellschafter

    Mibrags undurchsichtige Gesellschafter

    Über die Energie- und Industrieholding EPH kaufen sich tschechische und slowakische Geschäftsleute zunehmend in die deutsche Braunkohlewirtschaft ein. Ihre Gesellschafterstrukturen sind undurchsichtig – und auffällig eng mit dem Steuerparadies Zypern verknüpft.

  • Weite Kohletransporte rechnen sich für Mibrag

    Weite Kohletransporte rechnen sich für Mibrag

    Braunkohle über größere Entfernungen zu transportieren, galt bisher als unwirtschaftlich und ungünstig für die Umweltbilanz. Doch für den Braunkohleförderer Mibrag lohnen sich die Bahntransporte ins 200 Kilometer entfernte Kraftwerk Buschhaus offenbar.

  • Lippendorfer Fernwärme für Leipzig bis 2023

    Lippendorfer Fernwärme für Leipzig bis 2023

    Heißwasser aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf liefert die Grundlast für das Leipziger Fernwärmesystem. Vattenfall will das Kraftwerk zwar verkaufen, verlängerte jetzt aber dennoch den Fernwärmevertrag mit den Stadtwerken Leipzig um zehn Jahre.

  • Mibrags Braunkohle auf großer Fahrt

    Mibrags Braunkohle auf großer Fahrt

    Das Bergbauunternehmen versorgt das Kraftwerk Buschhaus in Niedersachsen mit jährlich 200.000 Tonnen Braunkohle. Im vergangenen Jahr lieferte es auch größere Mengen des fossilen Brennstoffs an das tschechische Kraftwerk Opatovice.

  • Mibrags Mutter gelingt ein Gewinnsprung

    Mibrags Mutter gelingt ein Gewinnsprung

    EP Energy, die Muttergesellschaft des ostdeutschen Braunkohleförderers Mibrag, hat ihren Gewinn zuletzt verzehnfacht. Ein Streit um Kohlelieferungen könnte dazu führen, dass künftig regelmäßig Profener Braunkohle nach Tschechien transportiert wird. 

  • Mibrags Kohle- und Kapitalströme im Wandel

    Mibrags Kohle- und Kapitalströme im Wandel

    Obwohl das Bergbauunternehmen weniger Braunkohle an zwei Großkraftwerke lieferte, verdiente es dank anderer Kunden und gestiegener Preise deutlich mehr Geld. Weitere Bewegung gab es bei den ungewöhnlichen Finanztransaktionen zwischen Mibrag und seinem tschechischen Gesellschafter EP Energy.

  • Die stoffliche Nutzung von Braunkohle wird schwieriger

    Die stoffliche Nutzung von Braunkohle wird schwieriger

    Der Investor einer in Leuna geplanten Demonstrationsanlage für die Synthesegas-Erzeugung aus Braunkohle hat sich zurückgezogen. Das Projektbündnis Ibi will die übrigen Prozesse nun als Baukastensystem entwickeln.

  • Umweltauswirkungen der Braunkohle-Verstromung

    Umweltauswirkungen der Braunkohle-Verstromung

    Die Stromproduktion aus Braunkohle ist nach der Abschaltung von acht deutschen Atomkraftwerken wieder deutlich gestiegen. Das ist ein Grund, den Einfluss der Braunkohlewirtschaft auf die Umwelt einmal näher zu betrachten.

  • Streit um den „Tod aus dem Schlot“

    Streit um den „Tod aus dem Schlot“

    Greenpeace macht Luftschadstoffe aus deutschen Kohlekraftwerken für gravierende Gesundheitsschäden verantwortlich und fordert den Kohleausstieg bis 2040. Die Kraftwerksbetreiber weisen dies zurück und präsentieren ihre Erfolge bei der Schadstoff-Verringerung.

  • Braunkohlekraftwerke sollen flexibler werden

    Die Energiewende hat die Stromerzeugung aus Braunkohle zuletzt befördert, weil die Leistung aus stillgelegten Kernkraftwerken zu ersetzen war. Um sich als „Partner der erneuerbaren Energien“ profilieren zu können, müssen sich die schwerfälligen Grundlast-Kraftwerke besser als bisher an die schwankende Einspeisung von Solar- und Windstrom anpassen. 07/2012

  • Braunkohlewirtschaft braucht Lösungen für Kohlendioxid

    Den Braunkohleverstromern RWE und Vattenfall reicht der Kompromiss beim CCS-Gesetz nicht aus, um größere Projekte für die Abtrennung und Speicherung von CO2 umzusetzen. Die Fortschritte beim Wirkungsgrad der Braunkohlekraftwerke bleiben begrenzt, solange die Abwärme nicht besser genutzt wird. 08/2012

  • Neuer Boxberger Braunkohleverstromer im Dauerbetrieb

    Neuer Boxberger Braunkohleverstromer im Dauerbetrieb

    Der neue Großkraftwerks-Block von Vattenfall Europe nutzt den eingesetzten Rohstoff zu knapp 44 Prozent. Das Unternehmen könnte die Effizienz solcher Großanlagen künftig noch etwas steigern.

  • Vattenfalls Ingenieure dürfen nicht an Synthesegas denken

    Vattenfalls Ingenieure dürfen nicht an Synthesegas denken

    Die bestehenden Braunkohle-Großkraftwerke des Stromproduzenten sollen in den nächsten Jahren noch etwas flexibler und effizienter werden. An der Entwicklung der Synthesegas-Kraftwerkstechnik will er sich nicht beteiligen.