Kritik am „Diskursversagen“ der Energiepolitik

Falsche Argumente in der öffentlichen Diskussion haben nach Meinung des Wirtschaftsethikers Ingo Pies zu energiewirtschaftlichen Fehlanreizen geführt. Der starke Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland bewirke daher keine Verminderung des Kohlendioxid-Ausstoßes, sondern nur eine Verlagerung.

Projektideen für den Braunkohle-Tagebau Profen

Bei der Rekultivierung des Tagebaus Profen wollen Mibrag und Getec in den nächsten 20 Jahren einen Energiepark mit Solar- und Windparks, Stromspeichern und Öko-Heizwerken aufbauen. Zu den Projektideen gehört auch die stoffliche Verwertung von Braunkohle.

Chinesische Partner für die Käufer der ostdeutschen Braunkohle

Ergänzt. Über die tschechische Holding EPH kontrolliert die tschechisch-slowakische Finanzinvestoren-Gruppe JTFG den ostdeutschen Braunkohleförderer Mibrag und gehört zu den Käufern von Vattenfalls Braunkohlegeschäft. Nun hat JTFG strategische Partnerschaften mit einem Großunternehmen und zwei Banken aus China vereinbart.

Vattenfalls komische Compliance

Der schwedische Energiekonzern will sein ostdeutsches Braunkohlegeschäft an ein Konsortium verkaufen, an dem eine undurchsichtige Investmentfirma mit Sitz auf der Kanalinsel und Steueroase Jersey beteiligt ist. Doch erstaunlicherweise war diese Firma keiner Erwähnung wert, als das Käuferkonsortium auf die Einhaltung von Regeln überprüft wurde.

EEX übertrifft sich selbst

Der Energiebörsen-Konzern hat sein Geschäft im vergangenen Jahr durch mehrere Übernahmen stark ausgebaut. Aber auch ohne diese Effekte hätte er kräftig zugelegt.

Vattenfall übergibt sein Braunkohlegeschäft an Finanzinvestoren

Ergänzt-3. Die ostdeutschen Kraftwerke und Tagebaue des schwedischen Energiekonzerns gehen an ein Konsortium, hinter dem tschechische und slowakische Finanzinvestoren stehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein unauffälliger Vermögensverwalter, der seine Geschäfte über die britische Kanalinsel und Steueroase Jersey abwickelt.

Stürmisches Wachstum der Ökostrom-Einspeisung

Im Gebiet des regionalen Verteilnetzbetreibers Mitnetz Strom ist die Menge des eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr 2015 deutlich stärker gewachsen als die installierte Leistung. Um das Netz stabil halten zu können, muss er immer öfter Ökokraftwerke abregeln.

Keine europäische Beschwerde gegen die Südwest-Kuppelleitung

Im Juli 2015 hatte es das Bundes-Verfassungsgericht abgelehnt, eine Verfassungsbeschwerde der Thüringer Leitungsgegner zur Entscheidung anzunehmen. Danach hätten sie sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden können, doch der Aufwand dafür erschien ihnen im Vergleich zum möglichen Nutzen als zu hoch.

Hypos entwickelt Forschungsprojekte für Wasserstoff

Der Beirat der ostdeutschen Wasserstoff-Forschungsinitiative hat dem Bundes-Forschungsministerium acht neue Projekte zur Förderung empfohlen. Sie könnten bis zur Jahresmitte an den Start gehen.

Extremer Gewinn-Umschwung bei Verbundnetz Gas

Der Erdgaskonzern erklärt seine roten Zahlen mit einem schwierigen Marktumfeld und hohen außerplanmäßigen Abschreibungen. Für die Muttergesellschaft legte er bei der Bilanz-Pressekonferenz erstmals keinen Geschäftsbericht mehr vor.

Umkehrbare Elektrolyse liefert bedarfsgerechten Ökostrom

Eine Kombination aus Elektrolyseur und Brennstoffzelle macht es möglich, erneuerbare Energie in Form von Wasserstoff zu speichern und bei Bedarf wieder Strom zu erzeugen. Das Dresdner Unternehmen Sunfire hat solche Energiesysteme bereits an die ersten Anwender ausgeliefert.

Nordmethan saniert die Biogasanlage Falkenhagen

Die Weltec-Tochter hat die Biogasanlage Falkenhagen aus einer Insolvenz erworben und will sie nun grundlegend modernisieren. Für den künftigen Betrieb ist eine außergewöhnlich hohe Wärmenutzung geplant.

Mibrags Gesellschafter werden etwas weniger undurchsichtig

Der Braunkohleförderer ist in ein schwer durchschaubares tschechisch-zypriotisch-luxemburgisches Firmengeflecht eingebunden, das ständigen Veränderungen unterliegt. Den größten Einfluss haben hier derzeit wahrscheinlich ein tschechischer Geschäftsmann und drei slowakische Geschäftsleute.

Sachsens Windkraft-Investoren setzen reife Projekte um

In der sächsischen Windkraft-Branche hat sich im vergangenen Jahr ein Investitionsstau gelöst. Dass es für das laufende Jahr bisher nur wenige Genehmigungen gibt, führen Windkraft-Befürworter auf Landratsämter und die politischen Vorgaben der Staatsregierung zurück.

Dampf und Strom für die Gebrauchtöl-Aufbereitung

Im Chemie- und Industriepark Zeitz baut Getec heat & power ein Block-Heizkraftwerk und eine Dampferzeugungs-Anlage. Das Contracting-Projekt soll die Infra-Zeitz Servicegesellschaft und den Raffinerie-Betreiber Puralube mit Wärme und Strom versorgen.

Mikroalgen-Forscher schwenken von Energie auf Chemie

Wissenschaftler aus Leipzig, Bremen und Karlsruhe hatten zunächst eine Methode entwickelt, die Fotosynthese bei Mikroalgen für eine effiziente Methanproduktion zu nutzen. Doch nun wollen sie sich darauf konzentrieren, statt des Energieträgers Methan ein Grundprodukt für die Chemieindustrie herzustellen.